Leistungen


Nur Ehingen


Radiologische Gemeinschaftspraxis
Dr. med. W. Krück
Dr. med. K. Elsner
Dr. med. Dipl.-Phys. S. Thees
Dr. med. M.K. Tan-Rau

Gesundheitszentrum Ehingen
Spitalstraße 29
89584 Ehingen
Tel. 0 73 91-77 08-0
Fax 0 73 91-77 08-29
www.radiologie-ehingen.de

Zweigpraxis Gesundheitszentrum Blaubeuren
Ulmerstraße 26
89143 Blaubeuren
Tel. 0 73 44-95 24-0
Fax 0 73 44-95 24-29
www.radiologie-blaubeuren.de

zertifiziert bis 07/2016

Phlebographie

Wie funktioniert die Phlebographie (Darstellung der Venen)?

Die "Phlebographie" ist eine Kontrastdarstellung der venösen Blutgefäße. Die Injektion des Kontrastmittels erfolgt meist relativ einfach in eine oberflächliche Hautvene.

 

Wozu dient eine Phlebographie?

Die Röntgenuntersuchung der venösen Blutgefäße (Phlebographie) dient in erster Linie dem Nachweis von Gefäßverschlüssen durch Blutgerinnsel (Thrombosen), der Darstellung von Krampfadern (Varizen) vor einer Operation oder von Engen bzw. Varianten (Anomalien) des venösen Gefäßsystems.

 

Was ist vor der Untersuchung zu beachten?

Spezielle Vorbereitungen sind für die Phlebographie nicht nötig. Da während der Untersuchung ein Kontrastmittel gespritzt wird, sollten Sie etwa 4 Stunden vorher nüchtern bleiben.

 

Methode

Die Untersuchung findet an einem Durchleuchtungsplatz unter Verwendung eines jodhaltigen Kontrastmittels statt.

 

Untersuchung der Beinvenen (Beinphlebographie)

Bei der Untersuchung der Beinvenen wird eine Staubinde in Knöchelhöhe angelegt, die den Blutabfluss aus dem Fuß verhindert und somit zu einer guten Füllung der Fußvenen führt, entsprechend einer Blutentnahme am Arm. Anschließend wird eine Vene am Fußrücken mit einer dünnen Kanüle punktiert und mit Pflaster fixiert. Über die liegende Nadel wird nun Kontrastmittel gespritzt und die Füllung der Beinvenen unter Durchleuchtung kontrolliert. Die Staubinde am Knöchel bewirkt einen Kontrastmittelabstrom über tiefer liegende Beinvenen, die hauptsächlich für den Rücktransport des Blutes zum Herzen verantwortlich sind. Ein Verschluss der tiefen Beinvenen ist eine ernsthafte Erkrankung, da eine Lungenembolie ausgelöst werden kann, hingegen ist eine Thrombose der oberflächlichen Venen in der Regel zwar unangenehm und schmerzhaft, jedoch deutlich weniger gefährlich. In manchen Fällen kann eine zusätzliche Darstellung des oberflächlichen Venensystems (nach Lösung des Stauschlauches) oder die direkte Einspritzung in eine Krampfader erforderlich sein.

 

Untersuchung der Armvenen (Armphlebographie)

Die Darstellung der Armvenen kann bei Verdacht auf das Vorliegen eines Blutgerinnsels, bei Verdacht auf eine Einengung venöser Gefäße durch eine von außen auf die Venen drückende Struktur oder zur Klärung der venösen Abflussverhältnisse vor Anlage eines sog. Dialyseshunts oder der Implantation eines Herzschrittmachers / Defibrillators erforderlich werden. Hierzu wird im Bereich des Unterarms oder der Hand eine Vene mit einer Verweilkanüle punktiert und mit Pflaster fixiert. Über die liegende Nadel wird nun Kontrastmittel gespritzt und die Füllung der Armvenen unter Durchleuchtung kontrolliert. Bei ausreichend gefüllten Gefäßen werden Röntgenaufnahmen der Arm- und Schulterregion angefertigt, die eine Beurteilung des Venensystems erlauben

 

Untersuchung der unteren Hohlvenen (Cavographie)

Die Darstellung der unteren Hohlvene, die aus dem Zusammenfluss der beiden Beinvenen entsteht, wurde früher häufiger durchgeführt, heute ist sie weitgehend durch die Computertomographie ersetzt worden. Zum Einsatz kommt sie insbesondere bei interventionellen Untersuchungen (z.B. Einlage eines Cavafilters) oder nach speziellen Gefäßoperationen im Bauchraum. Das Kontrastmittel wird hierbei meist über einen Katheter injiziert, der über eine Becken- oder Halsvene in die untere Hohlvene vorgeführt wird.


Die Untersuchung beginnt mit einer örtlichen Betäubung, welche ein kurzzeitiges Druckgefühl und Brennen verursachen kann. Mit einem Skalpell wird die Haut wenige Millimeter eingeschnitten, durch die Hautöffnung eine Nadel eingeführt und die Vene im Bereich der Leiste (seltener die Halsvene), punktiert. Durch die liegende Punktionsnadel wird anschließend ein Führungsdraht in die Vene vorgeschoben, der als "Leitschiene" für den Katheter dient. Über den Katheter, der in verschiedene Positionen verschoben werden kann, wird das Kontrastmittel in die Vene eingespritzt. Während der Injektion des Kontrastmittels werden wiederum Röntgenaufnahmen zur Abbildung der Gefäße angefertigt.

 

Mögliche Komplikationen

Phlebographie: Selten können Komplikationen an der Einstichstelle auftreten, wie z.B. Entzündungen. Die Injektion des Kontrastmittels neben das Gefäß, durch eine verrutschte Punktionsnadel beispielsweise, kann zu einer Schädigung des umgebenden Gewebes führen (Nekrosen). Selten entstehen durch die Untersuchung oberflächliche oder tiefe Venengerinnsel, die einer ärztlichen Behandlung bedürfen. Äußerst selten können sich evtl. bereits vorhandene Blutgerinnsel (Thrombosen) bei der Kontrastmitteleinspritzung von der Gefäßwand lösen und in die Lungenvenen verschleppt werden (Lungenembolie).

 

Vorbereitung

In der Regel nicht erforderlich